Der Start der bundesweiten Ausstrahlung von Fernsehprogrammen für mobile Empfangsgeräte zur Fußball-Europameisterschaft 2008 könne durch weitere Verzögerungen gefährdet werden, warnte die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten. Das Gremium der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) konnte am vergangenen Mittwoch nicht wie geplant eine Empfehlung für die zu vergebende DVB-H-Lizenz aussprechen.

Das mit dem Betrieb der Plattform vorläufig betraute Konsortium Mobile 3.0 habe die geforderten Vorschläge für die Belegung der 16 Kanäle und entsprechende Verträge nicht rechtzeitig vorlegen können, bemängelten die Medienanstalten. Das Konsortium, dem die Verlagshäuser Hubert Burda Media und Georg von Holtzbrinck sowie die MFD (Mobiles Fernsehen Deutschland) angehören, erklärte die Verzögerung mit “ungeklärten Rechteverhältnissen auf Veranstalterseite”. Auch sei die Einbindung der öffentlich-rechtlichen Sender in ein “wirtschaftlich tragfähiges Gesamtkonzept” noch nicht erfolgt. Zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern dürfte es also zu Rangeleien um die begehrten Sendeplätze gekommen sein. [mehr]

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